Unterhaltsleistungen an den geschiedenen oder dauernd getrennt lebenden unbeschränkt einkommensteuerpflichtigen Ehegatten können entweder als Sonderausgaben, sogenanntes Realsplitting (§ 10 Abs. 1 Nr. 1 EStG), oder als außergewöhnliche Belastung (§ 33a EStG) abzugsfähig sein.
 
Die Abzugsfähigkeit als Sonderausgabe ist auf Euro 13.805 beschränkt und hängt von der Zustimmung des Empfängers der Leistungen ab. Dieser hat die empfangenen Leistungen zu versteuern. 
 

Der Empfänger ist nach Treu und Glauben nach § 242 BGB zur Erteilung der Zustimmung verpflichtet, wenn er keinen finanziellen Nachteil daraus hat. 

Steuerberatungskosten waren bis einschließlich Veranlagungszeitraum 2005 unbeschränkt als Sonderausgaben abzugsfähig, soweit keine Werbungskosten oder Betriebsausgaben vorlagen. Ab Veranlagungszeitraum 2006 ist damit eine Zuordnung als Betriebsausgaben oder Werbungskosten zu prüfen, um diese Aufwendungen steuerlich geltend machen zu können. Wichtig ist außerdem die Abgrenzung von den nicht abzugsfähigen Kosten der privaten Lebensführung (vgl. hierzu BMF BStBl I 2008, 256).

 

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